Als der Sommer endlich kam, dachte ich erleichtert, dass die Winter-Erkältungen, die das Züribärli seit Monaten geplagt haben endlich ein Ding der Vergangenheit sein werden. Naiv wie ich bin, dachte ich, wir würden den Kinderarzt nur noch zu den regelmässigen Kontrollen sehen... Es keimte in mir sogar die Hoffnung auf mehrere Wochen ungestörte Nachtruhe... Und siehe da: es gibt auch typische Sommerkrankheiten.
Die zum Beispiel.
Welches Haushaltsgerät sollte bei diesen (wunderbaren) Wetterbedingungen keinesfalls ausfallen? Richtig, der Kühlschrank... Aber leider hat meiner die Hitze nicht ertragen und hat sich gestern aus unserer Gemeinschaft verabschiedet...
Am Sonntag war Familie Züribär trotz strömenden Regens im lokalen Tierpark und hat interessiert und aufmerksam bei der Pinguin Fütterung zugeschaut. Seitdem erklärt das Züribärli allen die es trifft, dass "Pimpim mammamm" machen. Damit auch das klar ist!
Als ich heute Morgen mit dem Züribärli beim Kita-Stopp aus dem Tram stieg, sah ich einen jungen Mann der gerade fein säuberlich einen Stapel LPs aus einem Postpaket pellte, die LPs unter den Arm klemmte, den Müll an der Tramhaltestelle deponierte und ins Tram stieg. Da entfuhr mir ein "Was, und der Müll bleibt hier???" und ihm ein ebenso entgeistertes "Du Büenzli, Du!". Ich deponierte das Züribärli im Schweizer Fussball-Shirt in der von Schweizer Fussball-Shirts wimmelnden Kita, und stampfte zur Tramhaltestelle zurück. Und siehe da, der junge Mann war wieder da, und faltete gerade fein säuberlich seinen Müll zusammen um ihn dann unter den anderen Arm zu klemmen. Er meinte nur, "Du hast Recht". Ich gab zu dass es mich ja eigentlich nichts angeht... Wir stiegen dann getrennt ins Tram ein.
Heute die ersten Schlachtenbummler gesehen: drei Holländer (zwecks Erkennbarkeit von Kopf bis Fuss orange bekleidet). Während zwei Berner freudig klatschen, murrte ein anderer: "Der Schwachsinn kommt näher".
Gestern in der Zeitung
Sonntag gelesen, die es von
hier haben. Es gibt eine neue Zimmermann-Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Monster sind 20 cm
(Z-W-A-N-Z-I-G!!) gross und rotten sich in Scharen auf Hanswänden zusammen. Und da, so der Spiegel, geschieht dann folgendes:
"Die ganze Gruppe fängt dann an, sich zu bewegen", beschreibt Zoologie-Professor Martens das Abwehrverhalten der Achtbeiner, "die Körper schwingen zwischen den schwarzen Beinen auf und nieder, und das kann immer schneller passieren, je stärker sich diese Gruppe erregt". Sinn und Zweck der konzertierten Leibesübung: Die Tiere verschwimmen förmlich vor den Augen eines potentiellen Fressfeindes. Beruhigend immerhin: "Angesprungen", so beteuert Martens, "wird man nicht."