Me myself and I
Merke: wenn Schminke während sechs Monaten nicht gebraucht wird, dann trocknet schon mal das eine oder andere Töpfchen aus und ein.
... des Eigenheims findet sich alles wieder was
Alfred Edmund B. im zweiten Band seines Werkes beschrieben hat. Tiere von denen ich weiss, dass sie "gut" sind, so z.B. grosse schwarze Spinnen, kriegen einen Namen. Tiere, bei denen ich nicht weiss wozu sie im Keller leben allerdings sicher weiss, dass sie, sobald die Kids im Bett sind, im Staubsauger enden, bleiben anonym.
- Ein kleines Damensackmesser sollte immer und jederzeit greifbar sein.
- Auch ein professionell geputztes Haus ist nach dem Einzug dreckig.
- Es gibt keine klappernde-Möbel-Krise die nicht durch die behzerte Applikation von Super-Glue behoben werden könnte.
- Umziehen macht hundemüde.
Warum trifft man an den (seltenen) Tagen, an denen man einigermassen elegant, sauber und gut gekämmt durch die Gegend gondelt, niemanden den man kennt? An den Tagen aber, an denen man die ehemals weissen Shorts, die Flip Flops und das T-Shirt mit dem letzten Görpsli des Kleinen noch auf der Schulter spazieren trägt, an den Tagen trifft man garantiert die aus-dem-Ei-gepellten-Jung-Mütter an, die man sonst nie sieht.
Gestern beobachtet: eine Gruppe Mütter mit Kindern, die alle ihren Zvieri assen. Links von mir eine schlanke Mutter mit einem sehr schlanken Sohn: man speiste Pommes Chips, trank Eistee und zum Dessert gab's ein Schoko-Stengel. Rechts von mir: eine mollige Mutter mit ihrer deutlich übergewichtigen Tochter und dem strammen Sohn: man schlürfte lauthals Wassermelonen und trank Wasser. Wir passten, ach so wunderbar, genau in die Mitte!
Wahrscheinlich will das Züribärli II nicht auf die Welt kommen, weil ich es mit dem "Nestli-bauen" nicht ganz so seriös genommen habe. Als heute die Hebamme fragte, ob ich denn die Fenster geputzt habe musste ich gestehen, dass ich habe putzen lassen... kein Wunder bleibt's lieber im Bauch, das Kind.
Fangen die meisten Anrufe an. Und wenn sich urplötzlich viele Menschen telefonisch nach dem Befinden erkundigen, dann hat das in meinem Fall damit zu tun, dass die eigentliche Frage lautet: UND, ist das Kind schon da? NEIN, es ist noch nicht da. Und wenn es dann hier ist melden wir das. In diesem Sinne: Danke der Nachfrage, aber ist nicht zwingend.
Aufgewachsen bin ich
hier, danach habe ich
hier und
hier gelebt und seit bald 20 Jahren bin ich
hier zu Hause. Dies alles um darzustellen, dass ich mich nicht wirklich für ein Landei halte. Aber nachdem ich am letzten Donnerstag mal wieder im Millionenzüri zum Z'Nacht war, merkte ich, dass ich halt doch in einer kleineren Welt zu Hause bin. Das gesamte Personal des Restaurants war aus Deutschland. Alle. Und die Zürcher am Tisch haben alle Mundart gesprochen und ich - zuerst - Hochdeutsch. Wollte ich mich anpassen? Zuwenig sprachliches Selbstvertrauen? Seit Donnerstag bin ich am grübeln...
Eine (unliebsame) Arbeitskollegin schaute mich gestern an, seufzte und setzte zu folgender Rede an: "Ich verstehe ja nicht, warum sich Frauen sowas antun. Bei Dir sieht man zum Beispiel richtig wie Du unter der Schwangerschaft leidest. Deine Haut ist rot, Du siehst müde aus und der Bauch muss ja auch weh tun. Du siehst wirklich einfach nicht gut aus."
Ich war vor Überraschung stumm. Die richtige Antwort wäre gewesen: bei mir weiss man wenigstens warum ich schlecht aussehe! Zudem sehe ich gar nicht so schlecht aus. Gopf.